Kräuter und Gewürze: Zimt
Allgemeines

Zimt
Als Zimt wird die abgeschabte und getrocknete Innenrinde des Zimt-Baumes bezeichnet. Dabei gibt es verschiedene Sorten: Kaneel oder Ceylon-Zimt (Cinnamomum zeylanicum) erreicht seine höchste Qualität in Sri Lanka. Kassia oder der Chinesische Zimt (Cinnamomum cassia) ist dem "Echten Zimt" ähnlich, aber billiger. Daneben gibt es noch die hierzulande unbedeutenden indischen und vietnamesischen Sorten.
Als Küchen-Gewürz wird Zimt in Stangenform, klein zerstückelt oder gemahlen verwendet.
Herkunft
Zimt ist bereits vor 3000 Jahren in China bekannt gewesen, gelangte aber erst im 9. Jahrhundert n. Chr. nach Europa. Nach verschiedenen Handelsmonopolen der
Portugiesen, Holländer und
Engländer hielt der Zimt als Gewürz erst 1859 Einzug in die Haushalte, als er nach deren Aufhebung erheblich billiger wurde.
Geschmack
Zimt hat einen angenehm süßen und warmen Geschmack. Der Ceylon-Zimt ist sehr aromatisch und wenig bitter. Kassia-Zimt ist dagegen schärfer und etwas derber.
Verwendung
Zimt wird gerne bei Milchreis, Quark, Obstkompott, Kuchen und Weihnachtsgebäck verwendet. Liköre, Glühwein, Punsch und
Tee erhalten mit Zimt gewürzt eine
winterliche Note.
In der arabischen Welt wird Zimt auch gerne zum Würzen von Lammgerichten verwendet. Er kommt in Currypulver und Garam Masala vor.
Wirkungen
Zimt enthält ein ätherisches Öl, deren Hauptbestandteile Zimt-Aldehyd und Eugenol gegen Appetitlosigkeit und leichte krampfartige Magen-Darm-Schmerzen sowie Blähungen und Völlegefühl.
In den letzten Jahren war das Gewürz Zimt Auslöser einer Debatte, in der es um ein Verbot von Kassia ging. Der billigere Zimt steht im Verdacht, durch das enthaltene Cumarin in hohen Mengen krebserregend zu sein. Besonders in der Weihnachtszeit sollte man daher darauf achten, mit welcher Zimt-Sorte gewürzt wurde.
Geheimtipp
Geben Sie Ihrem Kaffee ein wenig Zimt-Gewürz zu, dann wird er bekömmlicher.
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