Kräuter und Gewürze: Wacholderbeeren
Allgemeines

Wacholderbeeren
Der Wacholder (Juniperus communis) aus der Familie der Zypressengewächse ist ein eher flacher, in südlichen Ländern bis zu 11 Meter hoher Strauch. Die beerenartigen Zapfen besitzen eine zunächst grüne, später blaue Farbe, in getrocknetem Zustand sind sie schwarzbraun. Wacholder-Beeren werden als Gewürz meist ganz oder zerdrückt mitgekocht.
Herkunft
Der Wacholder ist eigentlich auf der gesamten Nordhalbkugel heimisch und wächst überall in Heide- und Berglandschaften.
Geschmack
Wacholder-Beeren weisen einen würzigen, bittersüßen Geschmack auf. Da sie ein sehr intensives Aroma haben, sollten sie abgezählt verwendet werden.
Verwendung
Wacholder wird besonders gern zur Herstellung von
Kräuter-Likören und Branntweinen verwendet. Als Gewürz wird Wacholder vor allem in Kombination mit
Fleisch- und Wildgerichten serviert. Auch Marinaden, Füllungen, Aufschnitt, Sauerkraut und Kohlgerichte erhalten mit Wacholder-Beeren eine besondere Würze.
Wirkungen
Wacholder wird auch als Kräuter-Heilmittel bei Harnwegserkrankungen und Verdauungstörungen sowie Rheuma angewendet. Viele Kneipp-Kuren verwenden ihn. Aber Vorsicht: bei zu lang andauernder und intensiver Einnahme kann Wacholder die Nieren schädigen.
Geheimtipp
Gegen Verdauungsbeschwerden brühen Sie sich einen Kräuter-Tee mit Wacholder (es genügt schon eine Beere pro Tasse), oder kauen Sie einfach einige Wacholder-Beeren, die Sie später wieder ausspucken.
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